Rückenschmerzen

Woher kommen Rückenschmerzen und was kann ich dagegen tun? Das fragt sich wohl jeder der genau in diesem Moment an Rückenschmerzen leidet.

Die Schmerzen allgemein, also auch am Rücken, sind als „Sinnesorgan“ zu verstehen. Sie dienen dazu, Gefahren für unseren Körper zu registrieren. Egal ob Sie in einen Nagel treten oder Ihrem Rücken durch stundenlanges verkrampftes Sitzen mal wieder nichts Gutes tun. Die einzige Möglichkeit Sie darauf aufmerksam zu machen, ist und bleibt der Schmerz.

Darum nehmen Sie den Schmerz ernst und werden Sie aktiv. Im Falle des Rückenschmerzes möchte der Körper Sie auf eine Gefährdung der Bandscheiben oder muskuläre Missstände hinweisen. Bis es schlussendlich zu einem Bandscheibenvorfall kommt, dauert es einige Zeit. Der Körper erkennt diese falschen Belastungen schon viel früher und meldet Ihnen einen „Alarmschmerz“. Durch das viele Sitzen oder Stehen verlieren die Muskulatur und das Fasziengewebe an Entspannungsfähigkeit, bis der Alltag schmerzhaft wird. Nun ist das Gewebe nicht mehr in der Lage, sein volles Bewegungspotenzial zu entfalten. Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, muss keine besondere Bewegung sein. Die Muskulatur verspannt sich schlagartig und der Schmerz kommt wie aus dem Nichts. Dieses Bild erleben wir in nahezu 90 % der Schmerzfälle am Rücken.

Eintönigkeit ohne Ausgleich ist Gift für Ihren Rücken.

Stundenlanges Sitzen oder Stehen, immer in gebeugter Haltung oder ständig dieselbe Belastung. Der Arbeitsalltag bringt dies heute einfach mit sich. Tipps wie „bitte sitzen Sie aufrecht“, klingen zwar in der Theorie ganz nett aber lassen sich schlicht und ergreifend kaum umsetzen. Schöner wäre hier, die Sitzposition oder auch Gesamtposition des Öfteren zu wechseln. Doch in einem Arbeitstag voll mit Terminen und Erledigungsdruck, geht der Fokus auf den eigenen Körper oft verloren. Die Quittung dafür erhalten Sie dann, wenn der Rücken es nicht mehr aushält und vor Schmerz schreit. Die Frage woher denn jetzt plötzlich dieser Schmerz kommt, beantwortet sich meist mit den Gewohnheiten des Alltags. Denn Sie sind nicht nur Spezialist ihres Arbeitsgebiets, sondern auch körperlicher Spezialist Ihrer Haltung.

Ø  Ein Mensch, der sich 12 Stunden am Tag mit Programmierungsarbeit beschäftigt und nur 10 Minuten pro Tag einen Artikel über das Schneiden von Haaren liest, wird auf längere Sicht wohl eher den Beruf als Informatiker antreten.

 

Ø  Ein Mensch, der jeden Tag 12 Stunden sitzend den Tag verbringt und nur 10 Minuten die Gesundheitstipps der Woche liest, womöglich noch im Sitzen, wird wohl eher ein Sitzmensch werden.

Was bedeutet es ein Sitzmensch zu sein?

Das bedeutet, dass sich alle Strukturen im Körper auf eine sitzende Position ausrichten, vor allem Muskeln und Faszien. So verlieren die Muskeln Ihre Entspannungsfähigkeit, die wir für schnelle und ruckartige Bewegungen brauchen. Also auch für die Druckminderung auf Gelenke und Bandscheiben. Die Faszie hingegen ist ständig dabei sich neu zu bilden, sie ist wie ein Spinnennetz über ihren Muskeln. Sie hat nun 12 oder gar mehr Stunden Zeit sich in einer sitzenden Position neu zu erfinden. Dabei formt sie genau das Bild welches der Körper ihr gerade bietet. Das bedeutet, Sie fühlen sich steifer, Schmerzen treten nach ruckartigem Aufstehen oder Drehungen sowie im gestreckten Liegen erstmals auf. Im Sitzen geht es aber meist wieder. Ihr Körper hat diese anderen Bewegungen einfach nicht mehr im Bewegungssortiment – Sie sind Spezialist für das Sitzen geworden.

Doch Bandscheiben und Knorpel brauchen die Bewegung um am Leben zu bleiben. Sie versorgen sich über Druck- und Zugbelastungen. An dieser Stelle kommt der Rückenschmerz als Alarmzeichen wieder ins Spiel. Dauerdruck in einer Position, verspannte Muskeln und „verdicktes“ Fasziengewebe drohen Bandscheiben und Knorpel zu zerstören.

Ausgleich ist gefragt!

Der Ausgleich soll Sie wieder zu einem Bewegungsallrounder formen. Bewegungen in alle Richtungen sollen wieder möglich sein und der Druck auf Bandscheiben und Gelenke möglichst gering, damit diese gesund bleiben können.

Als Ausgleich dient natürlich die Bewegung und im Schmerzfall eine umfassende Therapie. Welche Bewegungen zu Ihnen passen, hängt von Ihrer alltäglichen Belastung ab. Ebenso sollte die Schmerztherapie Ihren Alltag, Ihre Gewohnheiten und „Spezialisierung“ berücksichtigen. Aus diesem Grund besteht meine Therapie bei Rückenschmerzen aus einer Kombination von Osteopressur, Faszientechnik nach Liebscher & Bracht (LNB Schmerztherapie) kombiniert mit den richtigen Engpassdehnungen und Bewegungen für den Schmerzfall und für die Zeit danach. Gemeinsam arbeiten wir daran, Ihnen einen schmerzfreien Alltag zu ermöglichen. Bereits in der ersten Einheit kann ich Ihnen sagen ob Sie mit Ihren Schmerzen bei mir richtig sind, oder ob eine andere Therapieform für Sie sinnvoller wäre. Nehmen Sie gerne Kontakt auf.